onOffice und Propstack adressieren beide Immobilienmakler, setzen aber unterschiedliche Schwerpunkte: onOffice bietet breiten Funktionsumfang mit Portalübertragung in über 150 Portale ab 79 Euro pro Nutzer, Propstack eine moderne Oberfläche mit offener API für 99 Euro pro Lizenz. Für Kapitalanlage-Vertriebe, Bauträger und mehrstufige Provisionsstrukturen bildet keines der beiden Systeme den kompletten Prozess ab — hier lohnt der Blick auf spezialisierte Vertriebssoftware.
Wenn du gerade zwischen onOffice und Propstack schwankst, steckst du vermutlich mitten in der Evaluationsphase: Angebote liegen auf dem Tisch, Demos sind gebucht, und beide Anbieter erzählen dir plausibel, warum ihr System das richtige ist. Genau deshalb bekommst du hier keinen Werbetext, sondern einen strukturierten Vergleich entlang der Kriterien, die im Alltag wirklich entscheiden: Zielgruppe, Preismodell, Funktionstiefe, Integrationsfähigkeit — und die Frage, welche Prozesse beide Systeme nicht abdecken.
Dieser Vergleich basiert auf den öffentlich einsehbaren Preis- und Funktionsangaben beider Anbieter mit Stand Juli 2026 sowie auf unserer Erfahrung aus Gesprächen mit wechselwilligen Maklerteams, Vertriebsleitern und Bauträgern. Wichtig zur Einordnung: Wir bauen mit MyInvest Pro selbst eine Vertriebsplattform für den Immobilien- und Kapitalanlagevertrieb. Wo unser System die bessere Wahl ist, sagen wir es — wo onOffice oder Propstack besser passen, sagen wir das genauso deutlich.
Kurzfazit: Für wen onOffice, für wen Propstack — die Antwort in 30 Sekunden
Wenn du nur 30 Sekunden hast, ist das die Essenz: onOffice ist das breitere, etabliertere System — mit tiefem Funktionsumfang von der Portalübertragung über den PDFdesigner für Exposés bis zum Prozessmanager für automatisierte Workflows. Propstack ist das modernere, schlankere System — mit schneller Oberfläche, dokumentierter API, über 50 Integrationspartnern und einem Onboarding, das neue Mitarbeitende erfahrungsgemäß zügig produktiv macht.
Die ehrliche Ergänzung, die in den meisten Vergleichen fehlt: Beide Systeme sind nach unserer Einschätzung im Kern auf die klassische Vermittlung ausgerichtet — auch wenn insbesondere Propstack Projektvertriebe explizit adressiert. Sobald dein Geschäftsmodell — etwa im Projektvertrieb mit Vertriebspartnern oder in der Kapitalanlage-Beratung mit Rechenlogik und Finanzierungsstrecke — ein regelbasiertes Reservierungssystem, Partnerrechte mit White-Label-Sicht oder eine mehrstufige Provisionsabrechnung über Vertriebsebenen verlangt, bewegst du dich in Prozessen, die laut den öffentlichen Funktionsangaben keiner der beiden Anbieter bewirbt. Dann ist die eigentliche Frage nicht mehr „onOffice oder Propstack?“, sondern „Makler-CRM oder Vertriebsplattform?“.
- onOffice passt, wenn du ein klassisches Maklerbüro führst, viele Portale bespielst und maximalen Funktionsumfang aus einer Hand willst.
- Propstack passt, wenn dein Team digital arbeitet, eigene Tools per API anbinden will und Wert auf eine moderne, schnelle Oberfläche legt.
- Keins von beiden passt optimal, wenn du Projektvertrieb, Vertriebspartner-Netzwerke oder mehrstufige Provisionen als Kernprozess abbilden musst.
- In diesem Fall gehört eine spezialisierte dritte Option wie MyInvest Pro in deine Shortlist — mindestens zum Vergleich.
Zielgruppen und Positionierung: zwei Systeme, zwei Philosophien
onOffice positioniert sich als umfassende Immobiliensoftware für Maklerunternehmen und gehört seit vielen Jahren zu den Referenzsystemen im deutschsprachigen Markt. Die Plattform deckt den klassischen Maklerprozess in großer Breite ab: Objekt- und Kontaktverwaltung, Exposé-Erstellung per Baukasten, Portalübertragung in über 150 Portale und Workflow-Automatisierung über den Prozessmanager. Mit dem AI Studio hat onOffice zudem KI-Funktionen von der Immobilienpflege bis zur Bildoptimierung in die Suite integriert. Die Philosophie dahinter: möglichst viel Funktionalität in einem geschlossenen System, konfigurierbar für unterschiedliche Bürogrößen.
Propstack tritt als das modernere Gegenmodell an: browserbasiert, auf Geschwindigkeit und Nutzerfreundlichkeit optimiert und bewusst offen gebaut. Neben Immobilienmaklern nennt der Anbieter ausdrücklich Projektvertriebe, Franchise-Systeme und Banken als Zielgruppen. Statt jede Funktion selbst zu bauen, setzt Propstack stärker auf sein Ökosystem: über 50 Integrationspartner von ImmoScout24 über Microsoft Teams und Outlook bis DocuSign und Zapier, dazu eine öffentlich dokumentierte API für eigene Anbindungen. Mit PropstackAI gibt es auch hier KI-Unterstützung für den Makleralltag.
Für deine Entscheidung heißt das: Die Wahl zwischen onOffice und Propstack ist weniger eine Feature-Frage als eine Philosophie-Frage. Willst du ein System, das möglichst viel out of the box mitbringt und dafür in seiner eigenen Logik bedient werden will? Dann spricht vieles für onOffice. Willst du ein schlankes, schnelles Kernsystem, das du über Schnittstellen in deine bestehende Tool-Landschaft einpasst? Dann ist Propstack der naheliegendere Kandidat.
Interessant ist Propstacks Positionierung Richtung Projektvertrieb und Franchise: Sie zeigt, dass der Markt genau diese Lücke erkannt hat. In der Praxis solltest du aber genau prüfen, wie tief die Unterstützung tatsächlich reicht — ein Projektvertrieb mit externen Vertriebspartnern braucht mehr als Kontaktverwaltung und Einheitenlisten, nämlich Partnerverwaltung, Provisionslogik über mehrere Stufen und eine saubere Trennung zwischen interner Organisation und Partnersicht. Dazu später mehr.
Preise und Pakete im Stand Juli 2026
Bei den Preisen unterscheiden sich die Modelle deutlicher als die reinen Monatsbeträge vermuten lassen. onOffice staffelt seine Lösung in drei Editionen: enterprise pro ab 79 Euro pro Nutzer und Monat, enterprise all-in ab 99 Euro pro Nutzer und Monat sowie enterprise expert mit Preis auf Anfrage. Dazu kommt eine Service- und Setup-Pauschale von 50 Euro pro Monat je Unternehmen, die ab zehn User-Lizenzen entfällt. Die Vertragslaufzeit beträgt 24 Monate, dafür gibt onOffice eine Preisgarantie über fünf Jahre.
Propstack fährt ein bewusst einfaches Modell: 99 Euro pro Lizenz und Monat zuzüglich Mehrwertsteuer, eine einmalige Einrichtungsgebühr von 279 Euro und zwölf Monate Vertragslaufzeit. Grundgebühr und Schnittstellengebühren entfallen laut Anbieter komplett; Standardprozesse, Anfragenmanager, der Sprengnetter Marktwertreport und die Mobile App sind im Standardpaket enthalten. Für größere Organisationen gibt es ein Enterprise-Paket auf Anfrage — mit eigenem AWS-Server, Service Level Agreement und Custom Features.
Alle genannten Beträge stammen von den öffentlichen Preisseiten der Anbieter mit Stand Juli 2026, verstehen sich in der Regel zuzüglich Mehrwertsteuer und können sich ändern — verbindlich ist immer das aktuelle Angebot des Anbieters. Wichtiger als der Listenpreis ist ohnehin die Gesamtrechnung: Bei onOffice entscheidet die Editionswahl darüber, welche Funktionen du wirklich bekommst, bei Propstack solltest du prüfen, welche deiner Anforderungen erst über Enterprise oder externe Integrationen abgedeckt sind. Ein nominell günstigerer Einstiegspreis kann in der Praxis teurer werden, wenn zentrale Funktionen in höheren Paketen liegen.
onOffice vs. Propstack: Preise und Konditionen im Überblick (Stand Juli 2026, Anbieterangaben)
| Kriterium | onOffice enterprise | Propstack |
|---|---|---|
| Einstiegspreis | ab 79 € pro Nutzer/Monat (enterprise pro) | 99 € pro Lizenz/Monat (Standardpaket) |
| Weitere Pakete | enterprise all-in ab 99 € pro Nutzer/Monat, enterprise expert auf Anfrage | Enterprise auf Anfrage (eigener AWS-Server, SLA, Custom Features) |
| Zusatzkosten | Service- und Setup-Pauschale 50 €/Monat je Unternehmen, entfällt ab 10 Usern | Einmalige Einrichtungsgebühr 279 €; keine Grund- oder Schnittstellengebühr |
| Vertragslaufzeit | 24 Monate, 5 Jahre Preisgarantie | 12 Monate |
| Inklusivleistungen (Auswahl) | Portalübertragung, PDFdesigner, Prozessmanager, AI Studio je nach Edition | Standardprozesse, Anfragenmanager, Sprengnetter Marktwertreport, Mobile App |
Praxis-Tipp
Rechne die Gesamtkosten über die Laufzeit, nicht den Monatspreis
Multipliziere den Nutzerpreis mit deiner realistischen Teamgröße über 24 Monate, addiere Pauschalen, Einrichtung und die Module, die du wirklich brauchst — und vergleiche erst dann. Ein Rechenbeispiel: Fünf Nutzer kosten bei onOffice enterprise pro rechnerisch 395 Euro plus 50 Euro Pauschale pro Monat, bei Propstack 495 Euro pro Monat plus einmalig 279 Euro. Die Differenz ist kleiner, als die Einstiegspreise suggerieren.
Funktionsvergleich: CRM, Exposé, Portalanbindung und KI
Im CRM-Kern nehmen sich beide Systeme wenig: Kontakte, Objekte, Aktivitäten, Suchprofile und Matching gehören zum Standard. Die Unterschiede liegen in der Tiefe und in der Bedienlogik. onOffice bietet mehr Konfigurationsmöglichkeiten und mehr eingebaute Spezialfunktionen — das macht das System mächtig, aber auch erklärungsbedürftiger. Propstack reduziert bewusst auf einen schnellen, aufgeräumten Workflow; Teams berichten regelmäßig, dass neue Mitarbeitende sich schnell zurechtfinden. Welche Philosophie besser ist, hängt davon ab, ob bei dir eher Funktionstiefe oder Einarbeitungsgeschwindigkeit den Ausschlag gibt.
Bei Exposé und Vermarktung spielt onOffice seine Historie aus: Der PDFdesigner erlaubt Exposé-Gestaltung per Baukasten, das Web-Exposé verbindet Exposé und Website, und die Portalübertragung erreicht laut Anbieter über 150 Portale; der automatische Portalvollabgleich ist editionsabhängig (laut Anbieter in enterprise pro für 3 Portale). Propstack deckt die wichtigsten Portale ebenfalls ab und punktet dafür an anderer Stelle: Der Sprengnetter Marktwertreport ist im Standardpaket enthalten, digitale Signaturen sind integriert, und über Partner wie DocuSign oder Zapier lassen sich Vermarktungsprozesse flexibel erweitern.
Beim Thema KI liefern sich beide ein Kopf-an-Kopf-Rennen: onOffice bündelt seine Funktionen im AI Studio — von der Unterstützung bei der Immobilienpflege bis zur Bildoptimierung. Propstack setzt mit PropstackAI auf KI-Unterstützung im Tagesgeschäft, inklusive dokumentierter ChatGPT-Integration. In der Praxis sind beide Ansätze heute vor allem Effizienzwerkzeuge für Texte, Bilder und Datenpflege; einen strategischen Vorsprung begründet aktuell keiner der beiden.
Der strukturell größte Unterschied bleibt die Offenheit: Propstack ist mit seiner öffentlich dokumentierten API und über 50 Integrationspartnern das anschlussfähigere System, wenn du eine eigene Tool-Landschaft betreibst oder Sonderprozesse extern abbilden willst. onOffice ist stärker, wenn du genau das nicht willst — sondern ein System, das möglichst viele Prozesse nativ abdeckt, vom Marketing bis zur Verwaltung.
- onOffice-Stärken: Funktionstiefe, Exposé-Baukasten, Portalreichweite, Prozessautomatisierung im geschlossenen System.
- Propstack-Stärken: Bedienbarkeit, Geschwindigkeit, offene API, Integrations-Ökosystem, inkludierter Marktwertreport.
- Gleichstand: KI-Funktionen, mobiler Zugriff, solide CRM-Grundausstattung für die klassische Vermittlung.
Projektvertrieb, Partner und Provisionen in einem System?
MyInvest Pro bildet Reservierungen, Vertriebspartner und mehrstufige Provisionsabrechnung als Kernprozess ab — nicht als Workaround. Prüfe in einer Demo, ob die dritte Option zu deinem Modell passt.
MyInvest Pro
Die Lücke bei beiden: Projektvertrieb, Vertriebspartner und mehrstufige Provisionen
Jetzt zum Teil, den dir keine der beiden Demos ausführlich zeigt: Beide Systeme sind für die klassische Vermittlung gebaut — ein Objekt, ein Makler, ein Käufer, eine Provision. Sobald dein Geschäftsmodell komplexer wird, ändert sich die Anforderungsliste grundlegend. Ein Bauträger, der ein Projekt mit 80 Einheiten über 15 externe Vertriebspartner vermarktet, braucht Einheiten- und Kontingentverwaltung, ein Reservierungssystem mit klaren Regeln, eine Partnersicht mit eingeschränkten Rechten und eine Provisionsabrechnung, die Innendienst, Vertriebsleiter und Partner über mehrere Stufen korrekt berücksichtigt.
Einheiten- und Projektverwaltung bieten beide an — onOffice über das Multi-Objekt-Modul, Propstack über seine Projektvertriebs-Funktionen (jeweils laut Anbieter, Stand Juli 2026). Was laut den öffentlichen Funktionsangaben keiner der beiden bewirbt: ein regelbasiertes Reservierungssystem, Partnerrechte mit White-Label-Sicht und eine mehrstufige Provisionsabrechnung über Vertriebsebenen. Diese Prozesse lassen sich in Teilen mit Zusatzfeldern, Workflows oder externen Tools nachbauen — in der Praxis entsteht dabei aber häufig ein fragiles Konstrukt aus CRM, Excel-Tabellen für die Provisionsabrechnung und manuellen Freigabeprozessen. Das kostet nicht nur Zeit, sondern erzeugt ein echtes Fehlerrisiko: Provisionsstreitigkeiten mit Vertriebspartnern gehören zu den teuersten Konflikten im Projektvertrieb, und eine lückenhafte Dokumentation macht sie schlimmer.
Dazu kommt der regulatorische Rahmen, der im Vertrieb sauber dokumentierte Prozesse verlangt: Wer gewerbsmäßig Immobilien vermittelt oder als Bauträger tätig ist, braucht eine Erlaubnis nach § 34c der Gewerbeordnung, und Immobilienmakler zählen nach § 2 des Geldwäschegesetzes zu den Verpflichteten — mit entsprechenden Identifizierungs- und Dokumentationspflichten. Wie du diese Pflichten konkret umsetzt, klärst du am besten mit deiner Rechtsberatung oder der zuständigen Kammer; dein CRM sollte die Dokumentation aber strukturell unterstützen statt erschweren, gerade wenn viele Partner an einem Abschluss beteiligt sind.
Dass diese Lücke relevant bleibt, zeigt auch der Markt: Nach Zahlen des Statistischen Bundesamts wurden allein im Mai 2026 rund 21.000 Wohnungen genehmigt — ein Viertel mehr als im Vorjahresmonat, im Neubau sogar fast 30 Prozent mehr. Wenn der Projektvertrieb wieder anzieht, konkurrieren Bauträger und Vertriebsorganisationen um dieselben Partner und Käufer. Wer dann seine Vertriebsprozesse, Reservierungen und Provisionen in Nebensystemen verwaltet, verliert Tempo genau dort, wo es zählt.
21.000
↑genehmigte Wohnungen im Mai 2026
Statistisches Bundesamt (Destatis)
+24,7 %
↑Baugenehmigungen gegenüber Mai 2025
Statistisches Bundesamt (Destatis)
+29,9 %
↑genehmigte Neubauwohnungen gegenüber Vorjahresmonat
Statistisches Bundesamt (Destatis)
Entscheidungsmatrix: Welches System passt zu welchem Workflow?
Statt einer pauschalen Empfehlung bekommst du hier eine Matrix entlang der Profile, die uns in Evaluationsgesprächen am häufigsten begegnen. Sie ersetzt keine eigene Testphase, gibt dir aber eine ehrliche Ausgangshypothese, welche Systeme du dir überhaupt genauer ansehen solltest — und welche du guten Gewissens streichen kannst.
Ein Hinweis zur Teamgröße: Die 50-Euro-Pauschale von onOffice entfällt ab zehn Usern, was das System für größere Büros rechnerisch attraktiver macht. Propstacks kürzere Vertragslaufzeit von zwölf Monaten senkt dagegen das Risiko für kleinere Teams, die sich nicht zwei Jahre binden wollen. Und für Vertriebsorganisationen gilt: Je mehr externe Partner beteiligt sind, desto stärker verschiebt sich die Entscheidung weg von der Frage „welches Makler-CRM?“ hin zur Frage „welche Plattform trägt unsere Vertriebsstruktur?“.
- 1Definiere zuerst deine drei kritischsten Prozesse (z. B. Reservierung, Provisionsabrechnung, Portalexport) — nicht die Feature-Wunschliste.
- 2Lass dir in jeder Demo genau diese drei Prozesse Ende-zu-Ende zeigen, mit deinen eigenen Beispieldaten.
- 3Rechne die Gesamtkosten über 24 Monate inklusive Pauschalen, Einrichtung und Zusatzmodulen.
- 4Prüfe die Exit-Frage: Wie kommen deine Daten wieder raus, wenn du in zwei Jahren erneut wechselst?
Entscheidungsmatrix: Profil, naheliegende Wahl und Begründung
| Profil | Naheliegende Wahl | Warum |
|---|---|---|
| Klassisches Maklerbüro mit Portalfokus | onOffice | Breiter Funktionsumfang, Exposé-Baukasten und Portalübertragung in einem geschlossenen System |
| Digitalaffines Maklerteam mit eigenem Tool-Stack | Propstack | Schnelle Oberfläche, offene API und über 50 Integrationspartner für flexible Prozesse |
| Kleines Team, das sich nicht lange binden will | Propstack | 12 Monate Laufzeit statt 24, transparentes Ein-Paket-Modell mit fixer Einrichtungsgebühr |
| Bauträger / Projektvertrieb mit Vertriebspartnern | Spezialisierte Vertriebsplattform prüfen | Regelbasierte Reservierungen, Partnerrechte und mehrstufige Provisionen sind bei beiden laut öffentlichen Funktionsangaben nicht Teil des beworbenen Kerns |
| Kapitalanlage-Vertrieb mit Beratungs- und Finanzierungsstrecke | MyInvest Pro in die Shortlist | Rechner, Finanzierungsprozess und Provisionsabrechnung sind dort Teil des Produkts, nicht Zubehör |
| Franchise-System oder Bank | Propstack Enterprise oder onOffice expert | Individuelle Anforderungen, SLA und dedizierte Infrastruktur sprechen für die Enterprise-Stufen |
Experten-Tipp
Pilotphase schlägt Feature-Vergleich
Die aussagekräftigste Evaluation ist ein zwei- bis vierwöchiger Pilot mit echten Objekten, echten Leads und den Kollegen, die später täglich damit arbeiten. Eine Feature-Tabelle sagt dir, was ein System kann — ein Pilot sagt dir, ob dein Team es auch nutzt.
Wann MyInvest Pro die bessere dritte Option ist
Zeit für die transparente Eigeneinordnung: MyInvest Pro ist kein besseres onOffice und kein besseres Propstack — für ein klassisches Maklerbüro, das primär Bestandsimmobilien über Portale vermarktet, sind beide etablierten Systeme die naheliegendere Wahl. MyInvest Pro ist für ein anderes Geschäftsmodell gebaut: den strukturierten Vertrieb von Immobilien als Kapitalanlage und den Projektvertrieb mit Partnernetzwerken. Wenn das dein Modell ist, drehen sich die Vorzeichen um.
Konkret heißt das: Bei MyInvest Pro sind die Prozesse Kernprodukt, die bei den beiden Makler-CRMs Randthemen bleiben — mehrstufige Provisionsmodelle mit automatischer Abrechnung über Vertriebsebenen hinweg, Team- und Partnerstrukturen mit eigenen Rechten und White-Label-Sicht, ein Reservierungssystem für Projekteinheiten sowie eine Beratungsstrecke mit integrierten Rechnern für Rendite, Finanzierung und Steuereffekte. Statt Kaufinteressenten nur zu verwalten, rechnet dein Berater den Fall im Termin durch — die Logik dahinter kannst du dir mit unserem frei zugänglichen Rendite-Rechner unter /ressourcen/immobilien-rendite-rechner ansehen, der dieselbe Rechenphilosophie nutzt wie die Beratungsstrecke im Produkt.
Ehrlich bleibt die Einordnung auch andersherum: Wer vor allem maximale Portalreichweite, einen großen Bestand an Vermietungsobjekten oder ein möglichst großes Ökosystem an Drittanbieter-Integrationen sucht, findet bei onOffice beziehungsweise Propstack heute das reifere Angebot. Unsere Empfehlung ist deshalb unspektakulär: Nimm MyInvest Pro als dritte Option in dieselbe Evaluation auf, lass dir dieselben drei kritischen Prozesse zeigen wie bei den beiden anderen — und entscheide anhand deines Geschäftsmodells, nicht anhand von Feature-Listen.
FAQ: Häufige Fragen
Was kostet onOffice pro Nutzer im Monat?
onOffice bietet seine Software onOffice enterprise in drei Editionen an: enterprise pro ab 79 Euro pro Nutzer und Monat, enterprise all-in ab 99 Euro pro Nutzer und Monat sowie enterprise expert mit Preis auf Anfrage. Zusätzlich fällt eine Service- und Setup-Pauschale von 50 Euro pro Monat je Unternehmen an, die ab zehn User-Lizenzen entfällt. Die Vertragslaufzeit beträgt 24 Monate; im Gegenzug gewährt onOffice eine Preisgarantie über fünf Jahre. Alle Angaben stammen von der öffentlichen Preisseite des Anbieters mit Stand Juli 2026, verstehen sich in der Regel zuzüglich Mehrwertsteuer und können sich ändern — verbindlich ist das jeweils aktuelle Angebot von onOffice.
Was kostet Propstack im Monat?
Propstack kostet im Standardpaket 99 Euro pro Lizenz und Monat zuzüglich Mehrwertsteuer, dazu kommt eine einmalige Einrichtungsgebühr von 279 Euro. Die Vertragslaufzeit beträgt zwölf Monate; Grundgebühr und Schnittstellengebühren fallen laut Anbieter nicht an. Im Standardpaket enthalten sind unter anderem Standardprozesse und Workflows, der Anfragenmanager, der Sprengnetter Marktwertreport sowie die Mobile App. Für größere Organisationen gibt es ein Enterprise-Paket mit Preis auf Anfrage, das einen eigenen AWS-Server, ein Service Level Agreement und Custom Features umfasst. Auch hier gilt: Angaben laut Anbieter-Preisseite, Stand Juli 2026 — maßgeblich ist das aktuelle Angebot von Propstack.
Was kann Propstack besser als onOffice?
Propstack punktet vor allem bei Bedienbarkeit, Geschwindigkeit und Offenheit: Die browserbasierte Oberfläche gilt als modern und schnell erlernbar, was die Einarbeitung neuer Mitarbeitender erfahrungsgemäß verkürzen kann. Dazu kommen eine öffentlich dokumentierte API und über 50 Integrationspartner — von ImmoScout24 über Microsoft Teams und Outlook bis DocuSign und Zapier —, mit denen sich Propstack flexibel in eine bestehende Tool-Landschaft einfügt. Außerdem ist der Sprengnetter Marktwertreport bereits im Standardpaket enthalten und die Vertragslaufzeit mit zwölf Monaten nur halb so lang wie bei onOffice. onOffice bleibt dafür beim nativen Funktionsumfang, der Exposé-Gestaltung und der Portalreichweite mit über 150 angebundenen Portalen vorn.
Für wen ist weder onOffice noch Propstack die richtige Wahl?
Beide Systeme sind nach unserer Einschätzung im Kern auf die klassische Vermittlung ausgerichtet — auch wenn insbesondere Propstack Projektvertriebe explizit adressiert. An Grenzen stößt diese Ausrichtung bei Geschäftsmodellen, in denen der Vertrieb über mehrere Ebenen läuft: Bauträger und Projektvertriebe mit externen Vertriebspartnern, Kapitalanlage-Vertriebe mit Beratungs- und Finanzierungsstrecke sowie Organisationen mit mehrstufigen Provisionsmodellen. Regelbasierte Reservierungsverwaltung, Partnerrechte, White-Label-Sichten und mehrstufige Provisionsabrechnung lassen sich dort laut den öffentlichen Funktionsangaben (Stand Juli 2026) nur mit Workarounds abbilden. Für diese Profile lohnt der Vergleich mit spezialisierter Vertriebssoftware wie MyInvest Pro, die genau diese Prozesse als Kernprodukt behandelt — idealerweise in derselben Evaluation und mit denselben Testszenarien.
Wie lange dauert der Wechsel des Immobilien-CRM?
Realistisch solltest du für einen CRM-Wechsel mehrere Wochen bis wenige Monate einplanen — abhängig von Datenqualität, Teamgröße und der Zahl angebundener Systeme. Die Migration selbst umfasst typischerweise vier Phasen: Datenbereinigung und Export aus dem Altsystem, Import und Feldzuordnung im neuen System, Anbindung von Portalen, E-Mail und Dritttools sowie die Schulung des Teams. Der häufigste Fehler ist, alte Datenaltlasten ungefiltert mitzunehmen; der zweithäufigste, die Parallelphase zu lang laufen zu lassen, sodass niemand das neue System ernsthaft nutzt. Plane den Wechsel in eine vertriebsschwächere Phase und benenne intern eine verantwortliche Person, die Rückfragen bündelt und Entscheidungen trifft.
Fazit
onOffice gegen Propstack ist kein Duell mit einem objektiven Sieger, sondern eine Frage des Profils: onOffice liefert den breiteren Funktionsumfang und die größere Portalreichweite im geschlossenen System — die richtige Wahl für klassische Maklerbüros, die möglichst viel aus einer Hand wollen. Propstack liefert das modernere Bedienkonzept, kürzere Vertragsbindung und die offenere Architektur — die richtige Wahl für digital arbeitende Teams mit eigener Tool-Landschaft. Preislich liegen beide näher beieinander, als die Einstiegspreise von 79 und 99 Euro suggerieren, sobald du Pauschalen, Editionen und Laufzeiten einrechnest.
Die wichtigste Erkenntnis dieses Vergleichs liegt aber neben der Hauptfrage: Wenn dein Geschäftsmodell Projektvertrieb, Vertriebspartner oder mehrstufige Provisionen umfasst, beantwortet keins der beiden Systeme deine kritischsten Prozesse im Kern. Dann solltest du die Evaluation um eine spezialisierte Vertriebsplattform erweitern und alle drei Kandidaten an denselben Ende-zu-Ende-Szenarien messen. Genau dafür ist MyInvest Pro gebaut — und in einer unverbindlichen Demo siehst du innerhalb von 30 Minuten, ob unser Ansatz zu deiner Vertriebsstruktur passt oder ob du mit onOffice oder Propstack besser fährst.
Interne Weiterführende Links
- Provisionsmodul von MyInvest Pro: Mehrstufige Provisionsmodelle, automatische Abrechnung und transparente Auswertungen für Vertriebsteams und Partnernetzwerke.
- MyInvest Pro als onOffice Alternative: Detailvergleich zwischen MyInvest Pro und onOffice — mit Migrationsschritten und Entscheidungshilfen für Vertriebsteams.
- MyInvest Pro als Propstack Alternative: Wo Propstack stark ist, wo MyInvest Pro übernimmt: der direkte Vergleich für Projektvertrieb und Kapitalanlage.
- Immobilien-CRM-Vergleich: der große Marktüberblick: Der breitere Vergleich über alle relevanten CRM-Anbieter im Immobilienvertrieb — ideal als Einstieg in die Shortlist.
- Kostenloser Immobilien-Rendite-Rechner: Die Rechenlogik der MyInvest-Pro-Beratungsstrecke zum Ausprobieren: Rendite einer Kapitalanlage-Immobilie in Minuten kalkulieren.
- MyInvest Pro Preise: Transparente Pakete für Vertriebsteams und Bauträger — zum direkten Vergleich mit den onOffice- und Propstack-Konditionen.
Externe Quellen
- § 34c GewO — Erlaubnispflicht für Makler und Bauträger: Gesetzestext zur gewerberechtlichen Erlaubnispflicht für Immobilienmakler, Bauträger und Baubetreuer beim Bundesministerium der Justiz.
- § 2 GwG — Immobilienmakler als Verpflichtete: Geldwäschegesetz: Immobilienmakler zählen zu den Verpflichteten mit Identifizierungs- und Dokumentationspflichten (§ 2 Abs. 1 Nr. 14 GwG).
- Destatis: Bautätigkeit und Baugenehmigungen: Amtliche Statistik des Statistischen Bundesamts zu Baugenehmigungen — Datenbasis für die Marktentwicklung im Wohnungsneubau.
Medien-Briefing
Vergleichsmatrix onOffice vs. Propstack vs. MyInvest Pro
Dreispaltige Matrix mit den Dimensionen Zielgruppe, Einstiegspreis, Vertragslaufzeit, Portalanbindung, API/Integrationen, KI-Funktionen, Provisionslogik und Projektvertrieb — MyInvest Pro als dritte Spalte mit klarer Kennzeichnung der Spezialisierung.
Alt-Tag: Vergleichstabelle der Immobilien-CRM-Systeme onOffice, Propstack und MyInvest Pro mit Preisen, Funktionen und Zielgruppen
Entscheidungsbaum: Welches CRM passt zu welchem Workflow?
Flussdiagramm, das über die Fragen Geschäftsmodell (Vermittlung vs. Projektvertrieb), Teamgröße, Integrationsbedarf und Provisionsstruktur zur passenden Systemempfehlung führt.
Alt-Tag: Entscheidungsbaum zur Auswahl zwischen onOffice, Propstack und MyInvest Pro nach Workflow und Teamgröße
