EstateSuite Alternative — MyInvest Pro im Direktvergleich
Zuerst die ehrliche Antwort: Wenn dir vor allem Objekte fehlen und nicht Software, ist EstateSuite die naheliegendere Wahl. EstateSuite ist zuerst ein Netzwerk, das Bauträger und Vertriebe zusammenbringt — die Plattform läuft dort ausdrücklich als Beigabe mit. Auf der Startseite steht das wörtlich so: „Der Bonus: die Software".
Mehrstufige Provision, Reservierung mit E-Signatur, digitale Selbstauskunft, Exposé-Generator und White-Label können beide Systeme — das ist zwischen ihnen kein Unterschied und wird hier auch nicht zu einem gemacht. Auseinander gehen sie an drei Punkten, die du vor dem Demo-Call klären solltest: ob der Preis öffentlich ist, woran dich der Vertrag bindet, und ob Finanzierungsvermittlung und ein Rechner mit Steuereffekten zum Lieferumfang gehören.
Warum Teams wechseln
Der Preis steht vor dem Gespräch fest: MyInvest Pro startet bei 299 € netto im Monat, öffentlich einsehbar. EstateSuite hat keine Preisseite — estatesuite.de/preise antwortet mit HTTP 404, und laut AGB § 6 (1) ergibt sich die Vergütung „aus dem individuellen Angebot".
Lizenz statt Netzwerk-Mitgliedschaft: § 8 der EstateSuite-AGB verlangt Onboarding-Teilnahme, ein zweiwöchentliches Reporting, mindestens drei dokumentierte Verkaufs- oder Beratungsgespräche je Zeitraum und die Erfassung der Interessenten im EstateSuite-CRM. Das ist kein Selbstzweck — dieselben Pflichten sind nach § 10 die Bedingung für die Geld-zurück-Garantie. Wer aber nur Software lizenzieren will, erfüllt sie ohne Gegenwert. Bei MyInvest Pro gibt es keine solche Pflicht.
Zwei Bausteine, die EstateSuite nicht bewirbt: die eigene Vermittlung an ein benanntes Bankennetz und ein Rechner mit Steuereffekten. EstateSuite nennt stattdessen eine Europace-Integration; „Bankpartner", „AfA" und „Abschreibung" kommen auf keiner der 19 Seiten der EstateSuite-Sitemap vor. Beides ist bei MyInvest Pro Teil des Kernprodukts.
Welches Tool passt zu deinem Setup?
Wann MyInvest Pro stärker passt
- Finanzierung soll Umsatz bringen: MyInvest Pro vermittelt direkt aus dem Vorgang an über 390 Bankpartner. EstateSuite nennt auf der Kapitalanlage-Seite eine „Finanzierungsanbindung" und führt Europace als verfügbare Integration — also den Anschluss an eine fremde Finanzierungsplattform. Eine eigene Vermittlung an ein benanntes Bankennetz bewirbt EstateSuite nicht; die AGB schließen eine Finanzierungsberatung durch den Anbieter ausdrücklich aus.
- Du argumentierst über Steuern: Der Immobilien-Rechner deckt Rendite, Cashflow und Steuereffekte inklusive AfA ab. Bei EstateSuite sind es Rendite-, Cashflow- und Hebelrechner; AfA oder Abschreibung kommen auf keiner der 19 Seiten vor.
- Du willst eine Lizenz kaufen, ohne dich zu Netzwerk-Aktivität zu verpflichten — ohne Reporting-Pflicht, ohne Nachweis geführter Verkaufsgespräche.
- Du brauchst ein benanntes Signaturniveau: MyInvest Pro nennt eIDAS-konforme E-Signatur. EstateSuite beschreibt eine elektronische Unterzeichnung mit Protokollierung, nennt dazu aber kein Niveau.
Wann EstateSuite besser passen kann
- Dir fehlt Objektnachschub, nicht Software. EstateSuite ist als zweiseitiges Netzwerk gebaut: Bauträger geben Einheiten gezielt für ausgewählte Partner frei, die sie direkt im System sehen und reservieren.
- Du bist Bauträger und suchst Vertriebskraft statt eines weiteren Tools. Der Anbieter gibt auf der Startseite 40+ Bauträger, 250+ Makler und Vertriebe, 380+ Einheiten im Vertrieb und 120 Mio. € Volumen an — Selbstauskunft des Anbieters, extern nicht belegt.
- Dein Bedarf endet bei CRM, Interessentenverwaltung, Reservierung mit E-Signatur, digitaler Selbstauskunft, Exposé-Generator, OpenImmo und mehrstufiger Provision. Das deckt EstateSuite ab und liefert es laut Anbieter mit jeder Netzwerk-Anbindung ohne Aufpreis mit.
- Aktive Mitwirkung im Netzwerk stört dich nicht, weil du ohnehin täglich verkaufst: Die AGB verlangen ein zweiwöchentliches Reporting mit mindestens drei Verkaufs- oder Beratungsgesprächen zu Netzwerk-Objekten.
Die Unterschiede, die im Alltag wirklich zählen
Geschäftsmodell
MyInvest Pro
Vertriebssoftware, die du lizenzierst. Das Partnernetzwerk mit über 1.200 Vertriebspartnern gehört dazu, ist aber nicht die Eintrittskarte.
EstateSuite
Zuerst Netzwerk, dann Software: Die Startseite überschreibt den Funktionsteil wörtlich mit „Der Bonus: die Software" und liefert ihn mit jeder Netzwerk-Anbindung mit.
Öffentliche Preisangabe
MyInvest Pro
Starter ab 299 € netto pro Monat, öffentlich auf der Preisseite, keine Einrichtungsgebühr, monatlich kündbar.
EstateSuite
Keine öffentliche Preisangabe. estatesuite.de/preise und /pricing antworten mit HTTP 404; laut AGB § 6 (1) ergibt sich die Vergütung aus dem individuellen Angebot.
Vertragsbindung
MyInvest Pro
Monatlich kündbar, keine Mindestlaufzeit.
EstateSuite
AGB § 7 (1): sechs Monate Mindestlaufzeit, Verlängerung um jeweils sechs Monate, zwei Monate Kündigungsfrist — sofern das individuelle Angebot nichts anderes regelt.
Pflichten aus dem Vertrag
MyInvest Pro
Keine Reporting- oder Aktivitätspflicht. Die Lizenz hängt nicht davon ab, wie viele Objekte du verkaufst.
EstateSuite
AGB § 8: zweiwöchentliches Reporting, mindestens drei nachgewiesene Verkaufs- oder Beratungsgespräche je Zeitraum zu Netzwerk-Objekten, Nachweis aktiver Lead-Generierung, Dokumentation der Interessenten im EstateSuite-CRM. Fairerweise: Genau diese Pflichten sind nach § 10 zugleich die Voraussetzung der Geld-zurück-Garantie — die greift laut § 10 (1) allerdings nur, wenn sie im individuellen Angebot ausdrücklich vereinbart wurde.
Mehrstufige Provision
MyInvest Pro
Fünf Ebenen mit festen Override-Sätzen und Karriere-Rängen von Bronze bis Diamant.
EstateSuite
Ebenfalls Kernfunktion: „automatische Verteilung über beliebig viele Hierarchien" inklusive Tippgeber-Zuordnung. Hier unterscheiden sich die Systeme im Prinzip nicht, nur in der Ausgestaltung.
Finanzierung
MyInvest Pro
Integrierte Finanzierungsvermittlung mit über 390 Bankpartnern direkt aus dem Vertriebsvorgang.
EstateSuite
Die Kapitalanlage-Seite nennt eine „Finanzierungsanbindung", die Startseite Europace als heute verfügbare Integration — also die Anbindung an eine fremde Finanzierungsplattform. Eine eigene Vermittlung an ein benanntes Bankennetz wird auf keiner der 19 Seiten beworben; die AGB schließen eine Beratung „zur Finanzierung" durch den Anbieter ausdrücklich aus.
Rechner
MyInvest Pro
Rendite, Cashflow und Steuereffekte inklusive AfA — als Argumentationsgrundlage im Beratungsgespräch.
EstateSuite
„Rendite-, Cashflow- und Hebelrechner — als PDF für den Kundentermin". Eine Steuer- oder AfA-Berechnung wird nicht beworben.
Signaturniveau
MyInvest Pro
eIDAS-konforme E-Signatur, Niveau ausdrücklich benannt.
EstateSuite
„Elektronische Unterzeichnung von Reservierungs- und Vertragsdokumenten mit nachvollziehbarer Protokollierung von Zeitpunkt und Beteiligten". Ein Signaturniveau wird nicht genannt; „eIDAS" kommt auf keiner der 19 Seiten vor.
Datenaustausch
MyInvest Pro
Objektdaten, Kontakte und Vorgänge liegen in einem System; Export für den Umzug ist Teil des Onboardings.
EstateSuite
OpenImmo wird als Schnittstelle beworben und ausführlich erklärt. „CSV" kommt nicht vor; eine offene REST-API ist angekündigt („API BALD" im Footer, „In Arbeit" auf der Startseite), aber laut Anbieterseite noch nicht verfügbar.
So prüfst du den Wechsel sauber
- 1Vor der Kündigung klären, wie du wieder rauskommst. EstateSuite dokumentiert öffentlich weder ein Exportformat noch eine Export-Funktion für deine eigenen Daten. Die AGB verpflichten dich in § 7 (3) trotzdem, „eigene Daten rechtzeitig vor Vertragsende zu exportieren"; der Zugang wird mit Vertragsende gesperrt und nach 30 Kalendertagen Nachfrist darf der Anbieter löschen. Frag deshalb schriftlich nach Format und Weg, bevor diese Frist läuft.
- 2Objektdaten laufen über OpenImmo — das ist das einzige Austauschformat, das EstateSuite heute bewirbt. „CSV" kommt auf keiner der 19 Seiten vor. Eine offene REST-API ist angekündigt, aber noch nicht verfügbar: Der Footer markiert „API" mit „BALD", und die Startseite führt „eine offene REST-API für Enterprise-Kunden" unter „In Arbeit". Über OpenImmo lassen sich Objekte und Einheiten übernehmen, Interessentenhistorie, Reservierungsstände und offene Provisionsfälle nicht.
- 3Das Kündigungsfenster rückwärts rechnen: laut AGB § 7 (1) sechs Monate Mindestlaufzeit, automatische Verlängerung um jeweils sechs Monate, zwei Monate Kündigungsfrist zum Laufzeitende. Wer das Fenster verpasst, ist ein halbes Jahr länger gebunden.
- 4Erst danach migrieren und die Demo an einem echten Fall prüfen: Lead, Rechner mit Steuereffekten, Selbstauskunft, Bankeinreichung, Reservierung und Provisionsabrechnung in einem Durchlauf.
Häufige Fragen zu EstateSuite als Alternative
Was kostet EstateSuite?
EstateSuite nennt öffentlich keinen Preis. Die Seite estatesuite.de/preise existiert nicht und antwortet mit HTTP 404, /pricing ebenso (geprüft am 2. August 2026). In den AGB heißt es in § 6 (1): „Die Höhe der Vergütung und die Fälligkeiten ergeben sich aus dem individuellen Angebot." Den Preis erfährst du also frühestens im Demo-Call. Zum Vergleich: MyInvest Pro startet bei 299 € netto pro Monat, öffentlich auf der Preisseite und monatlich kündbar.
Ist EstateSuite besser als MyInvest Pro?
Für Objektnachschub über ein Netzwerk: ja, das ist der Kern von EstateSuite, und wer genau das sucht, ist dort richtig. Für integrierte Finanzierungsvermittlung, eine Steuer- und AfA-Rechnung im Beratungsgespräch, ein benanntes Signaturniveau und einen öffentlich einsehbaren Preis: nein — diese vier Punkte bewirbt EstateSuite nicht. Bei mehrstufiger Provision, Reservierung, Selbstauskunft und White-Label nehmen sich beide nichts.
Für wen eignet sich EstateSuite?
Laut Anbieter für Bauträger, Projektentwickler, Makler und Kapitalanlage-Vertriebe — also für beide Seiten desselben Netzwerks. Am stärksten passt es, wenn dein Engpass die Objekte oder die Vertriebskraft sind und du bereit bist, im Netzwerk aktiv mitzuwirken: Die AGB verlangen dafür ein zweiwöchentliches Reporting mit mindestens drei dokumentierten Verkaufs- oder Beratungsgesprächen zu Netzwerk-Objekten. Wer nur eine Software will und sein Objektangebot selbst mitbringt, kauft dort mehr Verpflichtung als nötig.
Kann ich von EstateSuite zu MyInvest Pro wechseln?
Ja, aber die Reihenfolge entscheidet. EstateSuite dokumentiert öffentlich kein Exportformat und keine Export-Funktion; die AGB verpflichten dich in § 7 (3) trotzdem, deine Daten vor Vertragsende selbst zu exportieren, sperren mit Vertragsende den Zugang und erlauben nach 30 Kalendertagen Nachfrist die Löschung. Kläre deshalb zuerst schriftlich mit dem Anbieter, in welchem Format und über welchen Weg du deine Daten bekommst. Objekte und Einheiten lassen sich über OpenImmo übernehmen — Interessentenhistorie, Reservierungsstände und offene Provisionsfälle nicht. Rechne außerdem das Kündigungsfenster rückwärts: sechs Monate Mindestlaufzeit, zwei Monate Frist zum Laufzeitende.
Wer steckt hinter EstateSuite — gibt es eine EstateSuite GmbH?
Nein. Betreiber ist laut Impressum die ESTATEANFRAGE GmbH, Riedenburger Str. 7, 81677 München, eingetragen beim Amtsgericht München unter HRB 304870. In den eigenen AGB steht dazu in § 1 (1): „EstateSuite ist eine nicht eingetragene Marke und Produktbezeichnung der ESTATEANFRAGE GmbH; eine eigenständige Rechtspersönlichkeit oder Gesellschaft ‚EstateSuite‘ besteht nicht."
Nutzt EstateSuite eine eIDAS-Signatur?
Das lässt sich öffentlich nicht feststellen. Auf keiner der 19 Seiten der EstateSuite-Sitemap kommt „eIDAS" oder „qualifizierte elektronische Signatur" vor. Beschrieben wird die „elektronische Unterzeichnung von Reservierungs- und Vertragsdokumenten mit nachvollziehbarer Protokollierung von Zeitpunkt und Beteiligten" — das ist eine Funktionsbeschreibung, aber keine Aussage über das Signaturniveau. Wenn du ein bestimmtes Niveau brauchst, frag im Demo-Call ausdrücklich danach. MyInvest Pro benennt eIDAS-Konformität direkt.
Welche Alternativen zu EstateSuite gibt es noch?
Je nach Engpass andere. Investagon ist stark im Sourcing und in der Aufbereitung von Anlageobjekten. TeamProQ, heute Real Estate Pilot, ist eine breite Modul-Plattform für Bauträger, Vertriebe und Finanzierer. onOffice, Propstack und FLOWFACT sind klassische Makler-CRM-Systeme ohne Netzwerk- und ohne mehrstufige Provisionslogik. MyInvest Pro steht dazwischen: Vertriebssoftware für Kapitalanlage-Immobilien mit Finanzierungsvermittlung, Steuerrechner, eIDAS-Signatur und Partnernetzwerk.
So vergleichen wir
Quellenhinweis
Stichtag der Erhebung: 2. August 2026. Geprüft wurden alle 19 Seiten aus estatesuite.de/sitemap-0.xml, dazu Impressum und AGB (Stand Juni 2026); die HTTP-Antworten für /preise und /pricing wurden direkt abgerufen. Zitate stammen wörtlich von diesen Seiten, die Anbieterzahlen (40+ Bauträger, 250+ Makler und Vertriebe, 380+ Einheiten, 120 Mio. €) sind Selbstauskunft der Startseite und extern nicht belegt. Wichtig: „wird nicht beworben" heißt hier ausschließlich, dass eine Funktion auf diesen öffentlichen Seiten nicht vorkommt — nicht, dass sie im Produkt fehlt. Was für dich zählt, klärst du im Demo-Call beim Anbieter.
- EstateSuite Startseite (Netzwerk, Funktionen, Anbieterzahlen)
- EstateSuite AGB, Stand Juni 2026 (§ 6 Vergütung, § 7 Laufzeit und Datenexport, § 8 Mitwirkungspflichten, § 10 Geld-zurück-Garantie)
- EstateSuite Impressum (ESTATEANFRAGE GmbH, HRB 304870)
- EstateSuite: Vertriebssoftware für die Kapitalanlage
- EstateSuite: Provisionsabrechnung
- EstateSuite: Reservierung und E-Signatur
- EstateSuite sitemap-0.xml (die 19 geprüften Seiten)
- MyInvest Pro Preise (Quelle der eigenen Preisangabe)
Passende nächste Schritte
In unter 15 Minuten startklar.
Paket wählen · 14 Tage voll testen. Kündigung im Account, keine Mindestlaufzeit im Trial. Support inklusive.
