Immobilien-Glossar
Beleihungswert
Der Beleihungswert ist der Wert, den eine Bank für die Vergabe eines Immobiliendarlehens zugrunde legt. Er liegt meist unter dem Kaufpreis und dient als Sicherheitspuffer. Je höher der Beleihungswert, desto günstigere Konditionen kann der Kreditnehmer erhalten.
Der Beleihungswert ist der dauerhaft erzielbare Wert einer Immobilie, den ein Kreditinstitut der Besicherung eines Darlehens zugrunde legt. Er ist bewusst vorsichtig angesetzt und blendet vorübergehende Marktübertreibungen aus, um auch bei einem Wertrückgang als Sicherheit zu tragen.
In der Praxis liegt der Beleihungswert regelmäßig unter dem aktuellen Kaufpreis oder Verkehrswert. Aus ihm leitet die Bank den Beleihungsauslauf ab, also das Verhältnis von Darlehenssumme zum Beleihungswert. Je niedriger dieser Auslauf, desto geringer das Risiko der Bank und desto günstiger in der Regel der Zins.
Der Beleihungswert ist damit von Kaufpreis und Verkehrswert zu unterscheiden: Während der Verkehrswert den heutigen Marktwert abbildet, ist der Beleihungswert eine langfristig konservative Größe. Er bestimmt mit, wie viel Eigenkapital ein Käufer benötigt und zu welchen Konditionen finanziert wird.
Bedeutung im Immobilienvertrieb
Der Beleihungswert entscheidet mit über die Finanzierbarkeit eines Objekts und die Konditionen des Käufers. Wer ihn früh einschätzt, erkennt Eigenkapitallücken, bevor sie den Abschluss gefährden.
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