Interaktive Auswahlhilfe
CRM-Auswahl-Scorecard für den Immobilienvertrieb
42 Auswahlkriterien in sieben Bereichen, gewichtet nach der eigenen Vertriebsstruktur. Zwei Anbieter werden damit unter denselben Annahmen vergleichbar — statt nach dem besseren Demo-Termin entschieden zu werden.
Scorecard
Erst die Struktur, dann die Bewertung
Alle Angaben bleiben im Browser. Ein Wechsel der Struktur wirft nichts weg: Dieselben Bewertungen werden mit anderen Gewichten neu gerechnet.
42 Auswahlkriterien in sieben Bereichen
Bewerte einen Anbieter je Kriterium: 0 heißt nicht vorhanden, 3 heißt ausreichend, 5 heißt nativ und im Prozess überzeugend gelöst. Vorbelegt ist überall die 3 — das ist eine Annahme und kein Messwert.
Kostenlogik
Kostenlogik verstehen, bevor Zahlen verglichen werden
Manche Anbieter rechnen pro Nutzer, andere pro verwalteter Einheit, wieder andere über gestaffelte Pakete. Ein direkter Preisvergleich führt deshalb selten zu einer belastbaren Entscheidung — die Struktur des Angebots muss zuerst vergleichbar sein.
Tabelle horizontal scrollbar
| Kriterium | Worauf es ankommt | Typischer Fallstrick |
|---|---|---|
| Grundgebühr | Enthaltene Nutzer- und Einheitenzahl klären. | Grundgebühr wirkt niedrig, Zusatzkosten fehlen im Angebot. |
| Nutzerpreis | Preis pro zusätzlichem Nutzer und Rollenabhängigkeit prüfen. | Vertriebspartner-Nutzer sind teils teurer als interne Nutzer. |
| Einheitenpreis | Skalierung bei großen Projekten mit vielen Einheiten prüfen. | Preis pro Einheit steigt beim Paketwechsel nicht linear. |
| Einrichtung und Migration | Einmalkosten für den Datenimport aus dem Bestandssystem klären. | Migration wird als Dienstleistung separat abgerechnet. |
| Vertragslaufzeit | Mindestlaufzeit und Kündigungsfrist im Detail lesen. | Automatische Verlängerung ohne Erinnerung. |
| Support-Level | Reaktionszeit und Erreichbarkeit im laufenden Betrieb klären. | Basis-Support ohne persönlichen Ansprechpartner. |
Die Übersicht ersetzt keinen individuellen Angebotsvergleich. Sie gibt die Struktur vor, an der Angebote gemessen werden.
Testphase
Drei Grenzfälle, an denen sich Systeme trennen
Demos zeigen den Idealfall mit sauberen Testdaten. Der eigene Bestand mit unvollständigen Adressen und uneinheitlichen Provisionsvereinbarungen zeigt schneller, wo ein System an Grenzen stößt.
Zwei Reservierungen, eine Einheit
Zwei Vertriebspartner reservieren zeitgleich dieselbe Einheit. Sichtbar wird, ob das System die Doppelbelegung verhindert oder erst im Nachhinein auffällt.
Mehrstufige Provision mit Storno
Eine Abrechnung über drei Beteiligte, danach ein Rücktritt. Sichtbar wird, ob die Rückbelastung dieselben Stufen zurückläuft oder von Hand nachgerechnet wird.
Nutzer mit eingeschränkten Rechten
Ein externer Partner meldet sich an und sieht genau seine Einheiten. Sichtbar wird, ob das Rollenmodell trägt oder nur Menüpunkte ausblendet.
Endauswahl
Sieben Fragen vor der Unterschrift
- 1.Ist die Vertriebsstruktur klar definiert und mit dem Anbieter besprochen?
- 2.Wurde die Provisionslogik mit einem realen mehrstufigen Fall inklusive Storno getestet?
- 3.Ist die Kostenrechnung auf Basis der eigenen Nutzer- und Einheitenzahl erstellt, nicht auf Basis eines Musterpakets?
- 4.Liegt eine schriftliche Aussage zu Datenmigration, Aufwand und Kosten vor?
- 5.Sind Auftragsverarbeitung, Serverstandort und Löschkonzept geklärt?
- 6.Sind Kündigungsfrist und Datenexport im Kündigungsfall vertraglich geregelt?
- 7.Haben mindestens eine Person aus dem Vertrieb und eine aus dem Innendienst die Testphase mitbewertet?
FAQ
Häufige Fragen zur Software-Auswahl
Warum verschiebt die Vertriebsstruktur die Gewichtung?
Weil ein Tool, das für den Einzelmakler ausreicht, am Bauträgerprojekt mit 80 Einheiten und zwölf Vertriebspartnern scheitert — nicht weil es schlecht ist, sondern weil es für ein anderes Anforderungsprofil gebaut wurde. Ohne diese Trennung vergleicht man Äpfel mit Birnen.
Wie viele Kriterien gehören in eine ernsthafte Auswahl?
Fünf bis zehn Oberkriterien reichen für die Struktur, die konkrete Prüfung sollte 30 bis 50 Detailpunkte umfassen. Diese Scorecard nutzt 42 Kriterien in sieben Bereichen.
Ersetzt die Scorecard den Anbietervergleich?
Nein. Sie ordnet eine Selbsteinschätzung, damit zwei Anbieter unter denselben Gewichten verglichen werden können. Belastbar wird die Entscheidung erst mit echten Angebotszahlen und einer Testphase mit dem eigenen Datenbestand.
Warum lässt sich der Preis nicht direkt vergleichen?
Weil Preismodelle unterschiedlich aufgebaut sind: pro Nutzer, pro verwalteter Einheit oder über gestaffelte Pakete. Ohne die eigene Nutzer- und Einheitenzahl ist kein Vergleich aussagekräftig.
Wie wird die Gewichtung hergeleitet?
Die Bereichsgewichte sind ein begründeter redaktioneller Vorschlag, keine Marktangabe. Sie summieren sich je Struktur auf denselben Wert, damit der Erfüllungsgrad zwischen zwei Strukturen vergleichbar bleibt. Wer eigene Gewichte setzen will, tut das in einer Nutzwertanalyse.
Provisionen ohne Tabellenkalkulation
Jede Abrechnung hängt am Deal: fällige Beträge, Status und Auszahlung stehen an einer Stelle.


Oberfläche im Original, Beispieldaten.
Provisionsmodul ansehenPassende Vertiefungen
Der Ratgeber hinter dieser Scorecard: Anforderungsprofile, Kostenlogik, Auswahlprozess in sechs Schritten.
Dieselben 42 Kriterien zum Ausdrucken und Mitnehmen in die Anbieter-Demo.
Der Business Case daneben: Zeitersparnis, Umsatzeffekt und Toolkosten getrennt betrachtet.
Vergleichshub mit Alternativen und Entscheidungshilfen zu einzelnen Anbietern.
Die eigene Kostenlogik offen gelegt — Grundgebühr, Nutzer und Zusatzmodule.
Mehrstufige Provisionen inklusive Storno am Deal statt in einer Tabelle daneben.
Lass uns sprechen.
30 Minuten persönliche Demo – zugeschnitten auf dein Business.
