Ein OpenImmo Export Neubau unterscheidet sich vom Export einer einzelnen Bestandsimmobilie vor allem durch Menge und Änderungstempo. Ein Projekt umfasst viele Wohnungen, deren Status und Preise sich während der Vermarktung mehrfach ändern. Jede dieser Änderungen muss vom Vertriebssystem über die Exportdatei bis zum öffentlich sichtbaren Inserat gelangen, ohne dass jemand jede Einheit im Portal von Hand nachpflegt.
In der Praxis endet die Kontrolle häufig an der Stelle, an der die Software einen erfolgreichen Export meldet. Ob das Portal die Datei eingelesen hat, ob der neue Preis angezeigt wird und ob eine verkaufte Wohnung tatsächlich offline ist, bleibt ungeprüft. Die Folgen zeigen sich im Vertrieb: Anfragen zu längst verkauften Einheiten oder Gespräche, die mit einer Preiskorrektur beginnen.
Dieser Beitrag beschreibt eine Abgleichvorlage, mit der Bauträger und vermarktende Makler den Weg jeder Wohnung bis zum Portalinserat prüfen. Sie erfahren, welche Spalten die Vorlage braucht, welche Felder Vorrang haben, wie Sie Preisrunden und Deaktivierungen kontrollieren und wie ein vollständiger Abgleich an einem nachrechenbaren Beispiel aussieht. Zum Schluss folgen Kriterien, mit denen Sie die Portalübertragung einer Software bewerten.
Was muss ein OpenImmo Export Neubau leisten?
Ein OpenImmo Export Neubau muss jede vermarktbare Wohnung als eindeutig identifizierbares Angebot an die Portale liefern, Preis- und Statusänderungen nachziehen und nicht mehr verfügbare Einheiten wieder entfernen. Entscheidend ist nicht die einmalige Übertragung, sondern dass Vertriebssystem und Portalinserat während der gesamten Vermarktung denselben Stand zeigen.
OpenImmo ist ein XML-basiertes Austauschformat, mit dem Immobilienangebote zwischen Software und Portalen übertragen werden. Angebotsdaten und Bilder werden gebündelt und über eine vom Portal vorgegebene Strecke übermittelt. Welche Felder ein Portal auswertet, welche Formatversion es erwartet und wie es mit fehlenden Objekten umgeht, regelt die Schnittstellendokumentation des jeweiligen Portals. Diese Dokumentation ist die verbindliche Grundlage für Ihre Prüfung, nicht eine allgemeine Annahme über das Format.
Im Neubau kommen zwei Datenebenen zusammen: Projektdaten wie Lage, Baubeschreibung und Fertigstellungstermin sowie Einheitendaten wie Wohnfläche, Etage, Zimmerzahl und Kaufpreis. Für die hier beschriebene Vorlage empfiehlt sich, jede Wohnung als eigenes Inserat zu führen. Nur so lässt sich auf Einheitenebene prüfen, ob Preis und Verfügbarkeit stimmen.
Ebenso wichtig ist eine klare Datenhoheit. Status und Preise werden ausschließlich in der Einheitenverwaltung geändert, nie direkt im Portal. Wer im Portal korrigiert, erzeugt einen Stand, den der nächste Export überschreibt oder der unbemerkt vom System abweicht.
Warum genügt die Meldung „Export erfolgreich“ nicht?
Die Meldung bestätigt nur, dass die Datei erzeugt oder übermittelt wurde. Ob das Portal sie fehlerfrei eingelesen, das Inserat freigeschaltet und den neuen Preis tatsächlich angezeigt hat, liegt außerhalb des Vertriebssystems. Diese Lücke schließt nur ein Abgleich mit dem sichtbaren Inserat.
Zwischen der Freigabe einer Wohnung und ihrer Anzeige im Portal liegen mehrere Stationen. An jeder kann die Kette unabhängig von den anderen reißen:
- 1Freigabe: Die Einheit ist im Vertriebssystem für die Vermarktung freigegeben, ein Preisstand ist aktiv.
- 2Exportauswahl: Die Einheit gehört zur Exportmenge des jeweiligen Portals.
- 3Dateierzeugung: Die OpenImmo-Datei enthält die Einheit mit aktuellem Preis und Status.
- 4Übermittlung: Die Datei erreicht die Schnittstelle des Portals.
- 5Import: Das Portal liest die Datei ein und meldet Fehler, sofern es Rückmeldungen vorsieht.
- 6Veröffentlichung: Das Inserat ist öffentlich auffindbar und zeigt die erwarteten Werte.
Praxis-Tipp
Prüfung am Ende der Kette ansetzen
Kontrollieren Sie zuerst Station 6. Nur wenn dort eine Abweichung auftritt, gehen Sie die Stationen rückwärts durch, bis Sie die Stelle finden, an der Soll und Ist auseinanderlaufen.
In der Software
Jeder Vorgang steht an seiner Stufe
Board, Tabelle und Zeitstrahl zeigen dieselben Deals — wer wo hängt, sieht man ohne Rückfrage.


Bildschirmaufnahme aus der App, Beispieldaten.
CRM ansehenAbgleichvorlage: Aufbau und Spalten
Die Vorlage führt eine Zeile je Wohnung und Portal. Wird eine Einheit auf zwei Portalen inseriert, erhält sie zwei Zeilen, denn jedes Portal verarbeitet Dateien eigenständig und kann unabhängig vom anderen abweichen. Auch reservierte und verkaufte Einheiten bleiben in der Vorlage, damit geprüft werden kann, ob sie tatsächlich offline sind.
Die Soll-Seite stammt aus dem Vertriebssystem: eine Liste aller Einheiten mit Status, Preisstand und erwarteter Sichtbarkeit zu einem festen Stichtag. Die Ist-Seite stammt aus dem Portal, entweder aus einer Sichtprüfung des Inserats oder aus einer Liste der eigenen Inserate im Kundenbereich, sofern das Portal eine solche bereitstellt.
Die Spalte „Abweichung“ ergibt sich aus dem Vergleich: Sobald Sichtbarkeit oder Kaufpreis im Ist nicht dem Soll entsprechen, wird die Zeile markiert. Jede markierte Zeile erhält eine Maßnahme, eine verantwortliche Person und ein Erledigungsdatum. Damit wird aus der Prüfung eine nachvollziehbare Aufgabenliste.
Spalten der Abgleichvorlage
| Spalte | Inhalt | Prüffrage |
|---|---|---|
| Einheit intern | Wohnungsnummer laut Einheitenverwaltung | Ist die Einheit eindeutig benannt? |
| Objektnummer extern | Kennung, die an das Portal übertragen wird | Ist sie seit Vermarktungsbeginn unverändert? |
| Portal | Name des Zielportals | Ist die Einheit für dieses Portal vorgesehen? |
| Status Soll | frei, reserviert, verkauft, gesperrt | Entspricht der Status dem Stichtag? |
| Sichtbarkeit Soll | online oder offline nach Hausregel | Folgt die Sichtbarkeit aus dem Status? |
| Preisstand | Kennung und Gültigkeitsdatum | Ist der aktuelle Preisstand freigegeben? |
| Kaufpreis Soll | Preis laut Preisstand | Stimmt er mit der Preisliste überein? |
| Inserats-ID Portal | Vom Portal vergebene Kennung | Gibt es genau ein Inserat je Einheit? |
| Sichtbarkeit Ist | online oder offline im Portal | Weicht sie vom Soll ab? |
| Kaufpreis Ist | Im Inserat angezeigter Preis | Weicht er vom Soll ab? |
| Maßnahme | Korrektur mit Verantwortlichem und Termin | Ist die Ursache benannt? |
| Geprüft | Datum und Kürzel der prüfenden Person | Ist die Nachprüfung dokumentiert? |
Welche Felder sollten Sie beim OpenImmo Export prüfen?
Prüfen Sie zuerst die Felder, deren Fehler im Verkaufsgespräch Folgen haben: Objektnummer, Verfügbarkeit, Kaufpreis, Wohnfläche, Zimmerzahl, Etage und Ansprechpartner. Bilder, Grundrisse und Beschreibungstexte folgen in einer zweiten Stufe, weil sie seltener wechseln und sich gut in Stichproben kontrollieren lassen.
Wer den OpenImmo Export prüfen will, ohne sich in Details zu verlieren, arbeitet mit dieser Zweiteilung. Die Pflichtstufe wird bei jedem Abgleich vollständig geprüft, die Ergänzungsstufe nur nach Änderungen an Exposé, Bildern oder Grundrissen.
Der Ansprechpartner verdient besondere Aufmerksamkeit. Name, Telefonnummer und E-Mail-Adresse sind personenbezogene Daten. Nach Art. 5 Abs. 1 lit. d DSGVO müssen personenbezogene Daten sachlich richtig und erforderlichenfalls auf dem neuesten Stand sein. Verlässt eine Person das Vertriebsteam, sollte die Änderung des Ansprechpartners deshalb einen Abgleich aller betroffenen Inserate auslösen.
- Objektnummer extern: unverändert, eindeutig, je Einheit genau einmal vergeben
- Verfügbarkeit: online oder offline entsprechend der Hausregel
- Kaufpreis: identisch mit dem freigegebenen Preisstand
- Wohnfläche: gleiche Berechnungsgrundlage wie in der Preisliste
- Zimmerzahl und Etage: übereinstimmend mit dem aktuellen Grundriss
- Ansprechpartner: aktuelle Person mit aktueller Durchwahl
Experten-Tipp
Keine Preise im Freitext
Nennen Sie Kaufpreise, Stellplatzpreise oder Rabatte nicht im Beschreibungstext. Freitexte werden bei einer Preisrunde nicht automatisch angepasst und widersprechen dann dem strukturierten Preisfeld.
Einzelne Wohnungen sauber übertragen
Die Aufgabe „Neubauwohnungen Immobilienportal übertragen“ klingt nach einem einmaligen Vorgang, ist aber ein Dauerprozess. Seine Grundlage ist eine stabile externe Objektnummer je Wohnung. Über diese Kennung erkennt das Portal, dass eine neue Datei ein bestehendes Inserat aktualisiert. Ändert sich die Kennung, behandelt das Portal die Wohnung als neues Objekt, und das alte Inserat bleibt im ungünstigen Fall bestehen.
Sinnvoll ist ein sprechendes Schema aus Projektkürzel, Bauabschnitt, Haus und Wohnung, etwa „PARK-BA1-H2-W07“. Es lässt sich in der Vorlage lesen, ohne die Einheitenverwaltung zu öffnen, und verhindert Verwechslungen zwischen gleich nummerierten Wohnungen in verschiedenen Häusern.
Zur Objektnummer gehört eine festgelegte Statuslogik. Sie bestimmt, welcher interne Status zu welcher Sichtbarkeit im Portal führt. Diese Zuordnung sollte schriftlich festgehalten und im Vertriebssystem hinterlegt sein, damit sie nicht von der Person abhängt, die gerade exportiert.
- frei: online mit aktuellem Preisstand
- reserviert: nach Hausregel offline oder mit Hinweis, sofern das Portal einen solchen Hinweis unterstützt
- notariell verkauft: offline, Objektnummer bleibt gesperrt
- gesperrt oder noch nicht freigegeben: offline, keine Übertragung
Praxis-Tipp
Planänderungen dokumentieren
Werden zwei Wohnungen zusammengelegt, vergeben Sie für die neue Einheit eine neue Objektnummer und deaktivieren beide alten Inserate ausdrücklich. Halten Sie die Nachfolge in der Vorlage fest, damit keine verwaisten Inserate zurückbleiben.
Wie prüfen Sie Preisänderungen bis zum Portalinserat?
Vergeben Sie jedem freigegebenen Preisstand eine Kennung und ein Gültigkeitsdatum, exportieren Sie danach und vergleichen Sie für jede geänderte Einheit den Kaufpreis im Inserat mit dem Soll-Preis dieses Preisstands. Erst wenn alle geänderten Einheiten übereinstimmen, gilt die Preisrunde im Portal als umgesetzt.
Die Preisstand-Kennung verbindet die Abgleichvorlage mit der Preisliste. Sie zeigt auf einen Blick, auf welcher Grundlage ein Soll-Preis beruht, und verhindert, dass ein Entwurf versehentlich als gültiger Preis geprüft wird. Wie Preisstände freigegeben und versioniert werden, ist ein eigener Prozess, der vor dem Export abgeschlossen sein sollte.
Prüfen Sie auch abgeleitete Werte. Berechnet das Portal einen Quadratmeterpreis aus Kaufpreis und Wohnfläche, macht eine Preisabweichung sich dort ebenfalls bemerkbar. Ebenso wichtig ist eine klare Konvention für Stellplätze: Werden sie separat verkauft, darf ihr Preis nicht im Kaufpreis der Wohnung enthalten sein, sonst weichen Inserat und Preisliste systematisch voneinander ab.
Empfehlenswert ist eine feste Reihenfolge: Freigabe des Preisstands, Export, Abgleich, erst danach die Information an Vertriebspartner. So vermeiden Sie, dass Partner einen neuen Preis nennen, während das Portal noch den alten zeigt.
Experten-Tipp
Zeitpunkt der Freigabe festhalten
Notieren Sie Datum und Uhrzeit der Preisfreigabe sowie des Exports. Wie lange ein Portal für die Verarbeitung braucht, bestimmt dessen Schnittstelle. Dokumentieren Sie die beobachtete Dauer, statt eine Verarbeitungszeit anzunehmen.
Einheiten und Preisstände an einem Ort führen
Sehen Sie in einer Live-Demo, wie Einheitenstatus und Preisstände in MyInvest Pro gepflegt werden und welche Integrationen für Ihren Portalprozess in Frage kommen.
MyInvest Pro
Was passiert mit reservierten und verkauften Wohnungen im Portal?
Das hängt davon ab, wie Ihr System die Deaktivierung übermittelt und wie das Portal fehlende Objekte behandelt. Bei einer vollständigen Übertragung kann ein Objekt, das nicht mehr in der Datei steht, entfernt werden. Bei einer Teilübertragung hängt die Entfernung an einer ausdrücklichen Löschanweisung. Prüfen Sie, welches Verfahren Ihr Portal erwartet.
Nicht entfernte Inserate verkaufter Wohnungen sind das Fehlerbild mit der größten Außenwirkung. Interessenten fragen Einheiten an, die nicht mehr verfügbar sind, und das Team verbringt Zeit mit Absagen statt mit Beratung. Für Vertriebspartner entsteht zusätzlich Unsicherheit, welche Liste gilt.
Für reservierte Einheiten braucht es eine Hausregel. Sinnvoll ist, sie offline zu nehmen, weil eine Reservierung entfallen kann und die Wohnung dann zurückkommt. Wird sie wieder frei, sollte sie mit derselben Objektnummer reaktiviert werden. Ob das Portal dabei das bestehende Inserat fortführt oder ein neues anlegt, sollten Sie einmal gezielt testen und das Ergebnis dokumentieren.
Praxis-Tipp
Deaktivierungen getrennt zählen
Führen Sie in der Vorlage eine eigene Summe für Einheiten mit Soll „offline“. Stimmt die Zahl der sichtbaren Inserate nicht mit der Zahl der Soll-online-Einheiten überein, wissen Sie sofort, ob Inserate fehlen oder zu viele online sind.
Praxisbeispiel: Abgleich nach einer Preisrunde
Annahme: Ein Projekt umfasst 48 Wohnungen, davon sind 32 für die Vermarktung freigegeben und auf einem Portal inseriert. Seit dem letzten Abgleich wurden 5 Wohnungen notariell verkauft und 3 reserviert. Die Hausregel lautet, dass reservierte und verkaufte Einheiten offline gehen. Mit Preisstand PS-04 ändern sich die Preise von 6 noch freien Wohnungen.
Die Vorlage enthält 32 Prüfzeilen, weil alle freigegebenen Einheiten geprüft werden, auch die nicht mehr verfügbaren. Soll online sind 32 − 5 − 3 = 24 Inserate, Soll offline 8. Im Portal sind jedoch 26 Inserate sichtbar: eine verkaufte und eine reservierte Wohnung wurden nicht entfernt. Von den 6 Preisänderungen stimmen 5, eine Wohnung mit 78 m² zeigt 389.000 € statt 399.000 €.
Die Abweichung beträgt 10.000 €, also 10.000 ÷ 399.000 ≈ 2,5 % des Soll-Preises. Beim Quadratmeterpreis zeigt das Inserat 389.000 ÷ 78 ≈ 4.987,18 € statt 399.000 ÷ 78 ≈ 5.115,38 €, eine Differenz von 128,20 € je m². Insgesamt weichen 3 von 32 Zeilen ab, die Abweichungsquote dieser Prüfung liegt bei 3 ÷ 32 ≈ 9,4 %. Die Quote ist eine interne Steuerungsgröße für dieses Projekt, kein Vergleichswert.
- 1Soll-Liste zum Stichtag aus der Einheitenverwaltung ziehen: 32 Zeilen mit Status und Preisstand PS-04.
- 2Sichtbarkeit Soll aus der Hausregel ableiten: 24 online, 8 offline.
- 3Ist im Portal erfassen: Inserats-ID, Sichtbarkeit und angezeigter Kaufpreis je Einheit.
- 4Soll und Ist vergleichen und abweichende Zeilen markieren: 3 Treffer.
- 5Ursache je Abweichung den Stationen der Exportkette zuordnen und Maßnahme mit Termin eintragen.
- 6Nach dem nächsten Export nur die markierten Zeilen nachprüfen und als erledigt kennzeichnen.
32
Prüfzeilen im Abgleich
Annahme: 32 freigegebene Einheiten, ein Portal
24
↓Soll-Inserate nach Statuswechseln
Rechenbeispiel: 32 − 5 verkauft − 3 reserviert
3
gefundene Abweichungen
Rechenbeispiel: 2 nicht entfernte Inserate, 1 Preisabweichung
9,4 %
Abweichungsquote der Prüfung
Rechenbeispiel: 3 ÷ 32
Prüfrhythmus und Zuständigkeiten festlegen
Ein Abgleich wirkt nur, wenn er an feste Anlässe gebunden ist. Statt eines starren Kalenders empfiehlt sich eine Kombination aus ereignisbezogenen Prüfungen und einem regelmäßigen Vollabgleich. Ereignisbezogen heißt: Jede Änderung, die einen Preis oder eine Sichtbarkeit betrifft, löst eine Prüfung der betroffenen Zeilen aus.
Die Zuständigkeiten sollten getrennt sein. Wer Status und Preise in der Einheitenverwaltung pflegt, verantwortet die Soll-Seite. Eine zweite Person erfasst die Ist-Seite im Portal. Diese Trennung nach dem Vier-Augen-Prinzip verhindert, dass jemand seine eigenen Annahmen bestätigt, statt das Inserat tatsächlich anzusehen.
Zur Dokumentation gehören Prüfdatum, Kürzel, Inserats-ID und bei Abweichungen ein Bildschirmfoto des Inserats. Offene Abweichungen, die nach dem nächsten Export weiter bestehen, sollten an die Projektleitung eskaliert werden, weil dann meist ein Fehler in der Exportkonfiguration statt in einzelnen Daten vorliegt.
- nach jeder Freigabe eines neuen Preisstands: alle geänderten Einheiten
- nach jedem Statuswechsel zu reserviert oder verkauft: die betroffene Einheit
- nach Änderung des Ansprechpartners: alle Inserate dieser Person
- nach Planänderungen an Grundrissen: die betroffenen Einheiten einschließlich Bildern
- empfehlenswert zusätzlich: ein wöchentlicher Vollabgleich aller Zeilen
Welche Fehlerbilder treten beim Portalabgleich auf?
Vier Fehlerbilder lassen sich unterscheiden: ein fehlendes Inserat, ein nicht entferntes Inserat, eine Preisabweichung und eine Dublette. Jedes deutet auf andere Stationen der Exportkette hin. Wer das Fehlerbild sauber benennt, findet die Ursache schneller, als wenn alle Abweichungen gleich behandelt werden.
Die folgende Zuordnung ist als Prüfreihenfolge gedacht, nicht als feste Diagnose. Sie beginnt jeweils bei der Station, an der die Ursache am wahrscheinlichsten liegt, und arbeitet sich von dort weiter vor:
- 1Fehlendes Inserat: Exportauswahl und Importrückmeldung prüfen, etwa fehlende Pflichtfelder, abgelehnte Bilder oder ein ausgeschöpftes Inseratskontingent im Portalvertrag.
- 2Nicht entferntes Inserat: Übertragungsart prüfen. Bei Teilübertragung muss eine Löschanweisung erzeugt worden sein, bei Vollübertragung darf die Einheit nicht mehr in der Datei stehen.
- 3Preisabweichung: Preisstand-Kennung und Exportzeitpunkt vergleichen. War der Preisstand beim Export bereits freigegeben, liegt die Ursache eher im Import.
- 4Dublette: Objektnummer prüfen. Wurde sie geändert oder doppelt vergeben, legt das Portal ein zweites Inserat an.
Experten-Tipp
Ursache in der Vorlage festhalten
Tragen Sie zu jeder Abweichung die Station ein, an der die Ursache lag. Nach einigen Abgleichen erkennen Sie, ob Fehler aus der Datenpflege oder aus der Exportkonfiguration stammen, und können gezielt nachsteuern.
Wie bewerten Sie Maklersoftware für die Portalübertragung?
Bewerten Sie die Portalübertragung daran, ob sie Ihren Abgleich unterstützt: stabile Objektnummern, Statusbindung der Sichtbarkeit, nachvollziehbare Preisstände, ein Exportprotokoll je Einheit und eine verständliche Anzeige von Importfehlern. Eine lange Liste angebundener Portale ersetzt diese Kriterien nicht.
Wer Systeme unter dem Stichwort Maklersoftware Portalübertragung vergleicht, sollte die Kriterien im Testbetrieb prüfen, nicht nur im Gespräch. Legen Sie dafür ein Testprojekt mit einigen Wohnungen an, ändern Sie Preise, setzen Sie Reservierungen und heben Sie diese wieder auf. Anschließend prüfen Sie mit der Abgleichvorlage, ob jede Änderung im Testinserat angekommen ist.
Verwenden Sie im Testprojekt keine realen Kontaktdaten oder Webadressen. Für Links und E-Mail-Adressen eignen sich die von der IANA reservierten Beispieldomains wie example.com, die für Dokumentation und Tests vorgesehen sind. So veröffentlichen Sie bei einem versehentlich sichtbaren Testinserat keine echten Daten.
- Objektnummer extern: frei definierbar und nach Vermarktungsbeginn gegen Änderung geschützt
- Statusbindung: Sichtbarkeit folgt automatisch dem Einheitenstatus nach hinterlegter Regel
- Preisstände: Export greift nur auf freigegebene Preisstände zu
- Exportprotokoll: Zeitpunkt, Portal und übertragene Werte je Einheit abrufbar
- Importrückmeldung: Fehler des Portals sind im System sichtbar, sofern das Portal sie liefert
- Übertragungsart: Voll- oder Teilübertragung ist dokumentiert und je Portal einstellbar
FAQ: Häufige Fragen
Was ist OpenImmo?
OpenImmo ist ein XML-basiertes Austauschformat für Immobilienangebote, mit dem Software und Portale Angebotsdaten und Bilder übertragen. Welche Felder und welche Formatversion ein Portal erwartet, legt dessen Schnittstellendokumentation fest.
Muss jede Neubauwohnung ein eigenes Inserat sein?
Nein, aber für einen prüfbaren Abgleich empfiehlt es sich. Nur mit einem Inserat je Wohnung lassen sich Preis und Verfügbarkeit auf Einheitenebene kontrollieren.
Wie oft sollte der Portalabgleich stattfinden?
Sinnvoll ist eine Prüfung nach jeder Preisfreigabe und jedem Statuswechsel der betroffenen Einheiten. Ergänzend empfiehlt sich ein regelmäßiger Vollabgleich aller Zeilen, etwa wöchentlich.
Warum ist eine verkaufte Wohnung noch im Portal sichtbar?
Häufige Ursachen sind eine Teilübertragung ohne Löschanweisung oder eine geänderte Objektnummer. Prüfen Sie zuerst die Übertragungsart und danach, ob die Kennung seit Vermarktungsbeginn gleich geblieben ist.
Darf man Inserate direkt im Portal korrigieren?
Davon ist abzuraten. Manuelle Korrekturen im Portal werden beim nächsten Export überschrieben oder führen zu einem Stand, der vom Vertriebssystem abweicht. Korrigieren Sie in der Einheitenverwaltung und exportieren Sie erneut.
Welche Rolle spielt die externe Objektnummer?
Über sie erkennt das Portal, dass eine Datei ein bestehendes Inserat aktualisiert. Ändert sie sich, entsteht ein neues Inserat, während das alte bestehen bleiben kann.
Lässt sich die Abgleichvorlage automatisieren?
Die Soll-Seite lässt sich als Liste aus dem Vertriebssystem erzeugen. Die Ist-Seite hängt davon ab, ob das Portal eine Liste der eigenen Inserate bereitstellt; andernfalls bleibt eine Sichtprüfung nötig.
Fazit
Ein OpenImmo Export Neubau ist erst dann verlässlich, wenn er am sichtbaren Inserat gemessen wird. Die Abgleichvorlage macht diese Messung zur Routine: eine Zeile je Wohnung und Portal, ein klarer Soll-Stand aus dem Vertriebssystem und ein dokumentierter Ist-Stand aus dem Portal.
Die größte Wirkung entfalten drei Regeln: stabile Objektnummern, eine schriftlich festgelegte Statuslogik und Preisstände, die vor dem Export freigegeben sind. Mit diesen Grundlagen lassen sich Abweichungen schnell einer Station der Exportkette zuordnen. Bei der Softwareauswahl lohnt es sich, genau diese Punkte in einem Testprojekt durchzuspielen.
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- MyInvest Pro: Vertriebssoftware für Bauträger, Immobilienvertriebe und Vertriebspartner: CRM, Projekte, Reservierungen, Provisionen, Reporting.
- Projekt- und Einheitenverwaltung: Wie Einheiten, Status und Preise eines Projekts zentral gepflegt werden.
- Integrationen: Übersicht der Anbindungen an externe Systeme und wie sie eingerichtet werden.
- Reporting & Kennzahlen: Eigene Auswertungen wie eine Soll-Liste je Stichtag erstellen.
- Live-Demo: Den eigenen Veröffentlichungsprozess an einem Beispielprojekt durchspielen.
- Preisliste Neubauprojekt steuern: Dort erfahren Sie, wie Preisstände freigegeben und versioniert werden, bevor sie in den Export gehen.
- API-Schnittstellen für Immobilien-Software: Dort lesen Sie, wie Schnittstellen grundsätzlich funktionieren und worauf Sie bei Datenflüssen zwischen Systemen achten.
Externe Quellen
- DSGVO — amtlicher Text bei EUR-Lex: Amtlicher Text mit Art. 5 Abs. 1 lit. d DSGVO zur Richtigkeit personenbezogener Daten, relevant für Ansprechpartner in Inseraten.
- IANA — reservierte Beispieldomains: Erläutert die für Dokumentation und Tests reservierten Domains wie example.com, geeignet für Testinserate.

